Gemüsegarten

Ein eigener Gemüsegarten in ausreichender Größe sichert Ihr Überleben!

Und selbst wenn Ihnen das ein zu weit gestecktes Ziel sein sollte, sorgt er doch mindestens für eine erstklassige Ergänzung Ihres Nahrungsangebots! Zum Überleben allein aus den Erträgen des eigenen Gartens reichen 50m² Anbaufläche mit guter Bodenqualität. Wer darüber hinaus mehr als nur überleben will, wer den Boden noch nicht in gutem Zustand hat oder wer weniger Zeit für die Pflege des Gartens hat, der sollte mehr Fläche pro Person einplanen.

Ein Garten will geplant sein, um über die Wachstumsperiode den maximalen Ertrag aus jedem Quadratmeter Boden herausholen zu können. Außerhalb der Wachstumsperiode ruht der Anbau zumeist, abgesehen von winterharten Pflanzen wie z.B.  einigen Getreidesorten. Doch der Boden arbeitet in dieser Zeit durchaus: Er reift mit den Pflanzen und natürlichen Düngemitteln, die wir untergegraben haben! Das macht der Kompost ebenfalls, den wir am Ende seiner eigenen Reifezeit im Frühjahr als erstes in den Boden einarbeiten, um bestmögliche Startbedingungen für die neue Saison zu schaffen. Dann pflanzen oder sähen wir die ersten Sorten, vielleicht auch solche, die wir bereits in unserem Frühbeet, Gewächshaus oder Saatanzuchtschalen auf der Fensterbank gezogen haben, um möglichst früh die erste Ernte einzufahren. Je nach Wärmebedarf der einzelnen Sorten folgt dann eine Pflanze der anderen am selben Platz oder beansprucht über die gesamte Periode einen Teil des Bodens für sich. Wir pflanzen bestimmte Sorten in räumlicher Symbiose, um einen natürlichen Schutz gegen Schädlinge und die gegenseitige Begünstigung durch sich fördernde Sorten zu erreichen. Am Ende wird auch die letzte Sorte geerntet. Dann folgt die Arbeit an der Bodenqualität mit dem Ziel, im nächsten Frühjahr eine dickere und nährstoffreichere Humusschicht als im Vorjahr zu bekommen.

Wir achten also auf die folgenden Punkte:

  • Bodenqualität
  • Anzucht von Sämlingen
  • Zeitliche Reihenfolge der Ausbringung nach Wärmebedarf
  • Räumliche Nähe sich fördernder oder schützender Sorten
  • Fruchtwechsel

Gartenbau ist eine Wissenschaft. Aber die Beachtung gewisser Grundregeln ist einfach. Die Arbeit im Garten schafft innere Ausgeglichenheit und ernährt Sie „nebenbei“! Es gibt Menschen, die Zeit ihres Lebens betriebswirtschaftliche Führungspositionen innegehabt haben und sich Topmanager nennen durften. Einige von diesen sind ausgestiegen und haben -man höre und staune- ihre Erfüllung im eigenen Garten oder einem Klostergarten gefunden. Sie berichten davon, wie unzufrieden sie trotz des beruflichen Erfolgs wurden, weil sich zwar sagen lässt, dass man erfolgreich ist, und es mehrt sich zuweilen auch das Vermögen. Doch Körper und Geist des Menschen sprechen eine andere als die durch Medien verbreitete Sprache. Erst als sie begannen etwas „sinnvolles“ zu tun, stellte sich auch die innere Zufriedenheit ein. Wenn das kein Benefit ist, was dann?