Hanf – Ein Rohstoff

Hanf, Hemp, Cannabis sativa, Marihuana – viele Worte, eine Pflanze, die „fast“ alles kann!

Hanf wurde beginnend im ersten Drittel des 20. Jh in Misskredit gebracht und schließlich als „Drogenpflanze“ unter dem Namen Marihuana (aus dem Mexikanischen) verboten, weil man etwas lukratives entdeckt hat, dass durch die Vielfältigkeit dieser Pflanze bedroht war: Erdöl. Auf Basis von Öl können nicht nur Treibstoffe und Schmiermittel hergestellt werden sondern auch fast alle chemischen Produkte wie Farben, Lacke, Waschmittel, Arzneimittel usw. Wenn aber zur gleichen Zeit ein nachwachsender Rohstoff nahezu die gleichen Produkte ermöglicht wie das Öl, dann kann man das im Vergleich sehr teure Öl nicht an den Mann bringen. Ein wesentlicher Profiteur und Nutznießer dieser Situation war z.B. ein namhafter Petro-Chemie-Konzern in den Vereinigten Staaten. Dieses bis heute lukrativste aller Geschäfte -also die Förderung von Rohöl und die Synthetisierung der breiten Palette an Endprodukten- ist der Grund, weshalb eine maßlose Hetzkampagne gegen die uralte Nutzpflanze Hanf weltweit unter Federführung der USA vorangetrieben wird. Heute noch werden z.B. in Marokko die Hanffelder der Bauern verbrannt und vergiftet, weil man dem König von Marokko dies über gewisse Druck- oder Versüßungsmittel nahegelegt hat (das ist natürlich reine Spekulation…). Mich würde interessieren, was Petro-Chemie-Konzerne wohl angestellt hätten, wenn der berauschende Wirkstoff THC nicht im Hanf enthalten gewesen wäre? Hätten Sie dann Monsa**o (gegr. 1901) schon 1920 dazu gebracht, über Zucht und Veredelung einen Giftstoff oder ein Opiat einzukreuzen? Wenn morgen jemand eine andere Pflanze entdecken würde, die Erdöl überflüssig macht, sollte er um sein Leben fürchten, das ist ein gut gemeinter Rat!

Hanf wächst an Stellen, wo andere Pflanzen versagen. Hanf verbessert Böden. Hanf wächst schnell. Hanf liefert uns alles, was wir für den Grundbedarf unseres Lebens und Wirtschaftens benötigen und noch darüber hinaus.

Doch was kann man aus Hanf überhaupt machen?

Hanf ist Faserlieferant …
für Textilstoffe und Papier. Dabei ist Hanf schnell wachsender als Holz und liefert haltbarere, säurefrei Fasern, die auch nach Jahrhunderten nicht zersetzt sind (Gutenberg-Bibel). In Konkurrenz zu Baumwolle ist Hanf viel leistungsfähiger. Der bisherige Vorteil der weicheren, feineren Faser der Baumwolle ist inzwischen überholt, da man mit entsprechenden Verfahren auch aus Hanf solche Fasern herstellen kann. Hanf aber benötigt keine Pestizide wie Baumwolle und auch kaum Düngung (auf den meisten Böden gar keine).
Hanf ist Baustofflieferant …
für Dämmwolle, kann als Ersatz für Massivholz zu Brettern gepresst werden, kann als Schäben (abgeschabter Teil des Holzanteils im Stengel)  in Kalk und Zement gemischt werden (gut dämmende Leichtbauziegel).
Hanf ist Öl- und Nahrungslieferant …
wie z.B. der Hanfsamen als Mehlgrundlage, Tierfutter, gepresst als Speiseöl, Schmiermittel, Brennstoff usw.
Hanf ist Grundlage einer „nachwachsenden“ chemischen und pharmazeutischen Industrie …
denn das Hanföl kann wie Erdöl weiterverarbeitet werden und damit die Grundlage für alle die bisher dem Erdöl vorbehaltenen Endprodukte sein (s.o.). Die Wirkstoffe im Hanf sind aber an sich bereits um einiges wirksamer und vor allem besser verträglich als die petrochemischen Pendants. man geht davon aus, dass auf Hanfbasis bereits heute 40% aller pharmazeutischen Produkte hergestellt werden können. Deutlich mehr ist zu erwarten, wenn man endlich frei forschen dürfte.
Hanf ist Grundlage von … mindestens 50.000 Produkten, die ich hier nicht alle aufzählen kann.
Hanf ist die vermutlich am meisten verleumdete Pflanze der Welt …
in den 20er Jahren wurden über die verfügbaren Medien Gerüchte gestreut, dass Marihuana (man verwendete bewusst den mexikanischen Begriff) Schwarze dazu brächte, weiße Frauen zu vergewaltigen. Man behauptete, dass Marihuana Menschen zu abscheulichen Gewalttätern machte (ein damals berüchtigter Axtmord wurde dazu zweckentfremdet und weidlich ausgeschlachtet). Man behauptete, dass  Marihuana Gehirnzellen in großer Zahl vernichtete (Affen wurden Gesichtsmasken aufgesetzt und in hoher Konzentration Cannabis-Rauch eingeblasen. Man vergaß dabei, dass Sauerstoffmangel die Ursache der absterbenden Gehirnzellen war.) . Und so wurden einige Studien „finanziert“ und gefördert, die Hanf verunglimpften. Der Erfolg war die Ächtung der Pflanze durch Politiker, die entweder selbst davon profitierten oder das Opfer gut organisierter Lobbies wurden. Das Ganze steigerte sich sogar zu einer weltweiten Ächtung unter der Federführung der USA, die nicht unerheblich von der Petrochemie profitieren (wie auch Konzerne anderer Staaten wie BP, Royal Dutch Shell, Total Fina, usw.). Insbesondere die Wirkung der Cannabinoide -gemeinhin bekannt durch die berauschende Wirkung- wurde gerne als Anlass für eine Kriminalisierung von Hanf  hergenommen. Dabei sind heute etliche Nachweise von vielen Medizinern und Forschern weltweit erbracht worden, die diese Kriminalisierung ad absurdum geführt haben.
Das, was jedem sofort einfällt, wenn man an Hanf/Marihuana/Cannabis denkt ist der Anblick eines voll bekifften und zugedröhnten Teenies, der zu keiner anständigen Tätigkeit mehr in der Lage ist. Nähme man diesen übereifrigen Nutzern die Hanfblüten weg und gäbe ihnen Alkohol als Ersatzdroge, meinen Sie, die würden dann besser in die Gesellschaft passen? Viel schlimmer: Sie würden aller Voraussicht nach sehr viel gewalttätiger und körperlich geschädigter sein als es durch den Konsum von Cannabis jemals möglich wäre. Gebt Kindern keine Drogen! Das gilt gleichermaßen für Cannabis als auch für Alkohol. Abhängig macht Cannabis nicht mehr als Alkohol auch, wobei Alkohol durchaus zu körperlicher Abhängigkeit führen kann, Hanf aber nicht! Hanf kann aber insbesondere dann, wenn Heranwachsende es konsumieren zu psychischer Abhängigkeit führen. Ergo sollte man beides gleichermaßen reglementieren und Kinder und Jugendliche davon fernhalten. Nein, Cannabis ist keine Einstiegsdroge. Sonst müsste man Alkohol ebenfalls als Einstiegsdroge bezeichnen.
Stattdessen ist mässiger Konsum von Cannabis sogar ausgesprochen förderlich für die Gesundheit. Noch mehr, als ein tägliches Glas Rotwein schließlich auch gut für das Herz ist. Es gibt Schmerzpatienten, denen kann die Schulmedizin nicht mehr helfen. Einzig Cannabis lindert die Beschwerden. Der Zugang zu Cannabis ist selbst für solche Patienten schwer bis unmöglich. Und alles nur wegen der Profitgier der Petrochemie.
Das habe ich mir nicht alles selbst ausgedacht, sondern diverse Quellen herangezogen:
Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf
Hanf als nachwachsender Rohstoff
Fakten über Hanf
und andere…

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