Regionale Autarkie

Regionale Autarkie hat zum Ziel, einen überschaubaren Teil menschlicher Gesellschaften örtlich begrenzt unabhängig von äußerer Versorgung zu organisieren.
Zur Regionalen Autarkie gehören die Unabhängigkeit von überregionalen Ressorcen in den priorisierten Bereichen Trinkwasser, Grundnahrungsmittel (Getreide, Gemüse, Obst, Kräuer, Fleisch und Fisch), Energieträger für Heizwärme, Elektrizität sowie Rohstoffe zur Herstellung notwendiger Güter. Es kommt darauf an, die verfügbare Fläche und die verfügbaren Rohstoffe so zu verwenden, dass diese nicht überregional verbraucht werden, sondern einzig dem Kreislauf von Anbau, Produktion und Veredeleung in der Region zugeführt werden. Überregional exportiert werden nur veredelte Güter, soweit diese nicht regional benötigt werden und auf nachwachsenden Rohstoffen basieren. Ein wesentliches Prinzip ist die Ausschaltung des teilweise unnötigen Zwischenhandels und der einhergehende direkte Austausch zwischen Anbietern und Abnehmern. Dieses Prinzip lässt sich nicht nur überall dort anwenden, wo Abnehmer und Anbieter räumlich eng beieinander liegen (das Dorf und seine Bauern) sondern auch in allen Wirtschaftszweigen, die nicht von Zufuhr nicht heimischer Rohstoffe abhängig sind.

Die Abhängigkeiten von überregonalen Ressourcen läßt sich zu einem erheblichen Teil durch eine über Jahre verschmähte und aufgrund der Interessen der petrochemischen Industrie bekämpften Pflanze beseitigen: Durch Hanf!

Wozu gibt es den Länderfinanzausgleich? Weil wir Regionen haben, die schlechter wirtschaften als andere und daher unterstützt werden müssen? Weil die wirtschaftliche Entwicklung in einigen Regionen aufgrund der unterschiedlichen Besatzungsmächte durchaus unterschiedlich vorangetrieben wurde? Weil die Lage einzelner Regionen die industrielle Entwicklung nicht gerade begünstigt hat? Tatsache ist, dass Deutschland nicht autark ist, weil uns gewisse Rohstoffe fehlen oder nicht ausreichend vorhanden sind: Seltene Erden, Öl, Gas und Metalle. Das viel schlimmere Problem aber ist, dass wir an anderen Stellen ebenfalls abhängig sind, weil wir uns freiwillig in diese Abhängigkeit begeben haben, z.B. bei landwirtschaftlichen Produkten. Deutschland kann sich nicht selbst mit ausreichend Nahrungsmitteln versorgen! Stattdessen setzen wir auf Biogasanlagen im großen Stil! Was im Kleinen sinnvoll ist muss es im Großen noch lange nicht sein. Wenn man die nicht oder noch nicht verwertbaren Pflanzenteile nach der Ernte durch Bakterien umwandeln lässt und damit Strom erzeugt, so ist das gut. Wenn man aber, um wirtschaftlich arbeiten zu können, große Mengen von Mais anbaut oder anbauen lässt und vollständig verbraucht, so führt das zwangsläufig zu einer Konkurrenz zur „normalen“ Nahrungsmittelproduktion. Das gilt ebenso für Raps, der in Biodiesel mündet. Sicher klingt es schön, wenn man behaupten kann, einen nachwachsenden Rohstoff im Tank zu haben. Wollte man aber konsequent alle auf Biodiesel umrüsten, so würde die Anbaufläche Deutschlands nie ausreichen – mal abgesehen davon, dass dann gar keine Nahrung mehr produziert werden könnte.
Es gäbe aber eine Alternative, die den großen Konzernen nicht schmeckt und so manche Gegenmaßnahme hervorrufen würde: Wir machen die Regionen zu 95% autark! Wir sorgen dafür, dass eine Region -nehmen wir als Beispiel einen Landkreis- zu 95% unabhängig wird vom Import jedweder Elemente. Wir produzieren dort den Strom selbst zu 100%. Wir sorgen für eine Nutzung der Anbauflächen als Nahrungslieferant. Beim derzeitigen Fleischkonsum sind dazu 90% der Anbaufläche erforderlich. Würden wir hingegen ähnlich wenig Fleisch wie in Italien verzehren, benötigten wir nur 67% der Anbaufläche (zum Vergleich siehe hier…). Der Rest würde frei um etwas sinnvolles damit anzustellen, nämlich den Anbau einer Pflanze zu fördern, mit der man Autos bauen, schmieren und betanken kann: Hanf! Und das ist nur ein Beispiel der zig Möglichkeiten, die uns dieser Rohstofflieferant par excellence bietet. Was wenige wissen: Hanf liefert erstklassigen Zellstoff, der als Grundlage vieler Kunststoffe dienen kann. Das Beispiel des Autos, welches zu 99% aus Hanf und anderen Pflanzenstoffen (z.B. Soja) besteht, macht das mehr als deutlich (Ford 1941).
Im Austausch mit den bekannten Rohstoffen, die wir nicht haben (s.o.) könnten auf Basis von Hanf tatsächlich hochindustrielle Güter erzeugt werden, wenn wir es schaffen, die Verarbeitungswege vom Anbau bis zu Auslieferung der jeweiligen Teilprodukte, die in der Industrie genutzt werden, in den Griff bekommen. Der notwendige Druck, um die Genehmigungen für den Hanfanbau zu vereinfachen,  könnte dabei von den Automobilherstellern kommen, die aufgrund steigender Preise für petrochemische Produkte nach Alternativen Ausschau halten.
Was Hanf zu leisten imstande ist, zeige ich unter „Hanf – Ein Rohstoff„.